Sonntag, 15. Oktober 2017

heimisches Superfood Leinsamen-Schokocreme


Leinsamen schlägt Chiasamen! 

Heute war Wahltag in Österreich. Mein Spitzenkandidat unter dem einheimischen "Superfood" ist eindeutig der Leinsamen (Info). Er verspricht umfangreiche Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren, Proteine und "Lignane", die den Hormonhaushalt (zum Beispiel von Frauen in den Wechseljahren) günstig beeinflussen können. Der heimische Leinsamen hält seine Versprechungen und am besten gefällt mir eine Koalition zwischen Leinsamen und Schokolade oder Kakao, wobei bitte die Farbe jetzt keine politische Aussage sein soll!

Lein / Flachs im Waldviertel im Sommer 2016
(ich hoffe, ich irre mich nicht, aber die Blütenfarbe tät´stimmen)

Der "Gemeine Lein" oder Flachs (Linum usitatissimum), der so schön hellblau-lila blüht, ist eine uralte Kulturpflanze und kam bereits vor 7000 Jahren nach Mitteleuropa. Es gibt vereinfacht gesagt Faser-Lein (aus dem dann Leinen gewebt wird) und Öl-Lein. Von beiden können die Samen verwendet werden. 

Leinsamen können helfen bei Verdauungsbeschwerden, sind entzündungshemmend, senken den Cholesterinspiegel, stärken das Immunsystem... Aber Achtung, wer an Leinsamen (noch) nicht gewöhnt ist, muss bitte unbedingt mit kleinen Mengen anfangen, um die Verdauung nicht zu behindern! Dabei immer auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten!



Eine Schokocreme oder Pudding mit Leinsamen ist die einfachste Sache der Welt, wird nicht gekocht und kann sehr vielseitig mit frischen oder getrockneten Früchten gemischt werden. Mit Bananen schmeckt sie mir am besten. Manche verwenden Pflanzenmilch statt Wasser und zum Süßen passen Sirupe aller Art (Dattel, Ahorn, Agaven....) oder entkernte Datteln oder einfach Zucker. Der Pudding kann somit völlig vegan oder mit Kuhmilch und Honig zubereitet werden.

 
Leinsamen-Schokocreme (vegan)

20 g Leinsamen ganz
ca. 100 ml Wasser
2 TL echten Kakao
1 Banane
zum Süßen entweder 4 Datteln oder (Dattel-) Sirup oder Zucker
optional etwas Zimt

Der Leinsamen wird etwa 3 Stunden in lauwarmem Wasser gequollen und im Zerkleinerer gemixt. Dabei die Masse immer wieder vom Rand nach unten schieben. 
Die restlichen Zutaten mitmixen und nach Belieben süßen. 
Die Creme kühl stellen und noch etwas durchziehen lassen. 

Creme auf herbstlichen Kompottbirnen
(Fallobstverwertung)
Leinsamen sollte man besser als ganzes Korn und nicht geschrotet kaufen, dann hält er länger und wird nicht so schnell ranzig. Vor dem Verzehr und um an die wertvollen Inhaltsstoffe zu kommen, wird er geschrotet oder gemahlen.


Danke an Sina, die giftige Blonde, und Christina, die Apricot-Lady, für das interessante Blogevent, das noch bis Ende Oktober läuft.



Sonntag, 8. Oktober 2017

schneller Apfelkuchen mit Preiselbeeren

Preiselbeeren in den Bergen
(noch nicht ganz reif)
Wieder was dazugelernt.... Heidelbeeren heißen auf italienisch bekanntlich mirtilli, und Preiselbeeren.... mirtilli rossi. Meine Namensvetterin Federica aus Norditalien hat letztens einen sehr hübschen Apfelkuchen (torta di mele) mit kleinen mirtilli gebacken, den ich sofort ausprobieren musste.

Leider war heuer kein gutes Heidelbeerjahr, zumindest nicht in den Wäldern, in denen ich war ;-)  ich habe keine einfrieren können. Die großen Tiefkühl-Garten-Heidelbeeren wollte ich nicht verwenden, so  kamen kleine eingelegte Preiselbeeren auf den Kuchen, was sehr gut gepasst hat. Nächstes Mal würde ich mehr Preiselbeeren und auch mehr Äpfel in den Kuchen stecken.

Teigberge, Täler und Apfelschluchten ;-) 

Apfelkuchen Federica
(für zB. eine runde Form von ca. 24 cm, meine Herzform hat eine Länge von 26 cm)

  • 2 - 3 Äpfel
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 2 Eier (M)
  • 110 (- 120) g Zucker 
  • 80 ml Öl
  • 50 ml Milch
  • 180 g Mehl
  • 50 g Stärkemehl
  • 1/2 P. Weinstein-Backpulver
  • Preiselbeerkompott (oder Heidelbeeren)
Eine Tortenform befetten und bemehlen und das Rohr auf 180°C vorheizen.
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in eher dünne Scheiben schneiden, sofort mit Zitronensaft vermischen.
Eier mit Zucker gut schlagen, dann Öl und Milch einschlagen und die vermischten Mehlsorten einrühren. Den Teig in die Form streichen.
Die Apfelscheiben rundherum halb in den Teig hineindrücken und Preiselbeeren dazwischen verteilen.
Den Kuchen im Rohr eine gute halbe Stunde backen, Stäbchenprobe machen.



Blitzschnell gemacht und noch lauwarm bereit für den Nachmittagskaffee! 



Herbstrose im Garten
einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch!


Dienstag, 3. Oktober 2017

herbstlich

So schön und farbenfroh zeigt sich nun in den Bergen der Herbst, 
man kann ...


riesige Buchen in buntem Kleid bewundern, 


über Herbstzeitlosenwiesen gehen, 


in die Ferne schauen (mit "Hintergrundmusik" Kuhglockengebimmel), 


die Netze der Baldachinspinne aus der Nähe betrachten 


und sich freuen, dass sich in den herbstlichen Heidelbeersträuchern noch eine einzelne gute Heidelbeere findet! 

(im Salzburger Land)


Donnerstag, 28. September 2017

Kaspressknödelsuppe wie auf der Alm


Es gibt doch nichts Schöneres, als sich nach einer schönen, anstrengenden Bergwanderung auf einer Alm mit einer Kaspressknödelsuppe zu stärken. Auf vielen bewirtschafteten Hütten in den heimischen Bergen ist sie ein Standardgericht. Um dieses Alm-Feeling in den Alltag hinüber zu retten, gab es neulich diese Rindssuppe mit den gebackenen Laibchen aus einer Semmelknödel-Käse-Masse auch bei uns zu Hause.


Dieses Rezept stammt ursprünglich von den Brüdern Obauer aus dem Salzburger Land und wurde von Katharina Seiser hier verbloggt. In ihrem Beitrag aus dem Jahr 2012 gibt es auch eine bebilderte Anleitung für eine "richtige" Rindssuppe.
Ich habe die Laibchen in einer abendlichen "Kochstunde" gemeinsam mit unserem Junior gebacken, er ist nahezu verrückt nach dieser Suppeneinlage ;-) Bereits am Vormittag hat die Rindssuppe (aus Fleisch und Knochen) ein paar Stunden geköchelt. Sie sollte fertig sein, bevor die Laibchen an die Reihe kommen. Was ich mit dem gekochten Rindfleisch angestellt habe, folgt demnächst... 


gebackene Kaspressknödel nach Obauer/Seiser
(für ca. 16-20 Stück je nach gewünschter Größe)
  • 400 g Knödelbrot (Semmelwürferl)
  • 400 g würzigen und reifen Käse gemischt, zB. Bergkäse, Tilsiter, Bierkäse oder den intensiven Salzburger "Graukas" (den hatte ich nicht) 
  • 2 - 3 Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • 250 ml Milch
  • 4 Eier M
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • 2 - 3 EL Mehl nach Bedarf
  • optional etwas Petersilie
  • Butterschmalz / Öl zum Ausbacken
Die klein geschnittenen Zwiebeln in Butter weich braten, ohne Farbe annehmen zu lassen, die Eier mit der Milch verquirln und die Petersilie hacken.
Die verschiedenen Käsesorten in kleine Würferl schneiden - je kleiner desto einfacher ist die weitere Verarbeitung.
Alle Zutaten mit den Händen (da hat man mehr Gefühl für die Konsistenz) zu einer Semmelknödelmasse leicht vermengen und zugedeckt kurz ziehen lassen.
Reichlich Butterschmalz oder halb Butterschmalz halb Öl erhitzen.
Mit feuchten Händen Knödel und daraus Laibchen formen und beidseitig langsam goldgelb braten.
Die fertigen Laibchen auf Küchenpapier entfetten und dann in der heißen Suppe servieren.

Weitere Laibchen, die sich im Suppenteller bereits "angesoffen" haben, können mit grünem Salat gegessen werden, das nennt man dann "zu Wasser (in der Suppe) und zu Lande (mit Salat)"... 


Übrigens, es lohnt sich, wenn man sich schon die Arbeit macht, gleich mehr Kaspressknödel herzustellen, denn sie lassen sich im fertigen Zustand gut einfrieren.



gekocht wird meist am Holzofen 

Eine schöne Rest-Woche wünsche ich euch, ich bin dann kurz einmal weg... auf der Alm! 


Sonntag, 24. September 2017

"Kipferlkoch" süßer Auflauf und Resteverwertung


Altbackene oder bereits harte Kipferl, süße Striezel und diverses Weißbrot sind viel zu schade zum Wegwerfen und doch landen täglich unglaubliche Mengen an nicht verdorbenen Lebensmitteln im Müll.
Gebäckreste wie oben eignen sich zum Beispiel zum Brösel reiben, einen Scheiterhaufen backen oder aber etwas ganz besonderes: für ein "Kipferlkoch" aus der Altwiener Küche -- diese ist in den letzten Jahren fast so etwas wie mein Steckenpferd geworden.



Kipferlkoch - süßer Auflauf
(für 6 Pers. als Dessert im Glas)

200 g altbackene oder harte Kipferl, Striezel oder Croissants (etwa 1/3 kann durch Semmeln oder Weißbrot ersetzt werden)
1/8 - 1/4 l Milch
2 Eiklar
1 Prise Salz
2 Eidotter
40 g weiche Butter
1 - 2 EL Zucker (je nach Süße des verwendeten Gebäcks)
1/2 bio Zitrone, Schale und Saft
1 Apfel
(optional etwas Inländer-Rum und Rosinen)
Butter und Semmelbrösel für die Förmchen

kleine Weckgläser oder Kaffeetassen verwenden

  • Das Rohr auf 180°C vorheizen, 6 Förmchen mit Butter befetten und mit Bröseln ausstreuen. Ein Wasserbad (tiefes Blech) für die Förmchen bereitstellen mit ca. 1-2 Finger hoch Wasser.
  • Die Kipferl in eher dünne Scheiben oder Würfel schneiden, in einer Schüssel mit der Milch befeuchten und gut anziehen lassen.
  • Den Apfel schälen, in kleine Würferl schneiden und mit dem Zitronensaft vermischen.
  • Eiklar mit Salz zu Schnee schlagen.
  • Dotter mit Butter, Zucker und Aromen schlagen, die Kipferlmasse und die Apfelwürferl einmengen und zum Schluss den Schnee vorsichtig unterheben.
  • Die Masse in die Förmchen füllen, diese ins Wasserbad stellen und im Rohr 35 - 40 Minuten backen. Herausnehmen und bezuckern. Servieren zum Beispiel mit Kompottfrüchten, Apfelmus oder einer Fruchtsauce.  

Kipferlkoch mit eingelegten Weinbergpfirsichen

frisch eingeweckt

die pelzigen Weinbergpfirsiche werden im Spätsommer reif

Alternativ kann das Kipferlkoch so wie der (geschichtete) Scheiterhaufen in einer Auflauf-Form gebacken werden. In der Prato, dem berühmten Kochbuch aus dem 19. Jahrhundert sind gleich mehrere Varianten des Kipferlkochs enthalten. Anregungen für mein Rezept kommen heute wieder aus dem Kochbuch "Vom Essen auf dem Lande", so wie die Fruchtknödel von hier.



Wer kennt denn so ein Kipferlkoch?



Freitag, 22. September 2017

Polenta-Erdäpfel-Nocken zu Paradeiskraut


Ich befürchte, dieser Post-Titel wird nach dem "Hollerkoch zu Sauerrahm-Schmarrn" von neulich (klick) wieder nur hauptsächlich in Österreich verstanden ;-)  Dabei habe ich mir diese Nocken oder Klößchen bei Susanne Magentratzerl hier gemopst.

Sie sind genial einfach in der Zubereitung, da die Mischung aus gekochter Polenta (Maisgrieß) und Erdäpfeln (Kartoffeln) nicht mehr weiter gegart werden muss. Somit sind sie für Knödelkoch-Phobiker die ideale Beilage und schmecken tun sie auch ganz fantastisch! Danke, liebe Susanne, für das tolle Rezept aus einem Kroatien-Kochbuch.


Polenta-Erdäpfel-Nocken
(für 2-4 Personen)

  • 1/2 Liter Wasser
  • Salz
  • 125 g Polenta (gelber Maisgrieß)
  • 3 kleine Erdäpfel, ca. 200 g
  • etwas Olivenöl für die Geschmeidigkeit
  • Muskatnuss, Pfeffer

Wasser mit Salz aufkochen und die Polenta einrühren, kurz kochen und dann zugedeckt ca. 20 Minuten quellen lassen bzw. je nach Packungsanweisung. Die Erdäpfeln kochen, schälen und noch heiß durch die Kartoffelpresse auf die fertige Polenta pressen, würzen, alles gut verrühren und warmhalten.
Beim Anrichten formt man mit 2 Löffeln, die man jeweils in Wasser taucht, Nocken bzw. Klößchen.

Die Nocken sind tierfrei (vegan), ansonsten könnte man auch etwas geriebenen Parmesan einrühren.


Die tollen Nocken passten perfekt zu einem Paradeiskraut (Tomaten). Dieses ostösterreichische Gemüsegericht serviert man oft mit Erdäpfeln, Semmelknödeln oder sogar mit Grammelknödeln (Grieben-). Oft wird das Paradeiskraut mit einer Einbrenn (Mehlschwitze) und vor-gekochtem Kraut zubereitet, aber geschmacklich finden wir die unten stehende Variante viieeel besser!

Kraut in Österreich, Weißkohl in Deutschland, oder? 

Paradeiskraut
(für 2 hungrige Personen)

  • einen halben Krautkopf, nudelig geschnitten
  • 1 Zwiebel, klein geschnitten
  • Öl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Kümmel 
  • 1 EL Zucker
  • 1 kleiner roter Paprika, nudelig geschnitten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • etwas Paradeismark, ca. 1 TL 
  • 2 Paradeiser / Tomaten, in Stücke geschnitten (oder Dosenware)
  • ca. 125 ml passierte Tomaten
  • etwas Suppe oder Wasser zum Aufgießen, nicht zu viel
Zwiebel in Öl anlaufen lassen, das Kraut mit den Gewürzen und Zucker dazugeben und gut durchbraten. Paprika, Knoblauch und Paradeismark kurz mitrösten und rasch die restlichen Zutaten beifügen. Das Paradeiskraut zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse knackig weich ist. 

Auch dieses Gericht ist vegan, wenn man keine Suppe zum Aufgießen verwendet. Das komplette Gericht ist bestens geeignet, um wieder einmal einen veganen, tierfreien Tag zu schaffen ;-) 

geschenkt bekommen: kleiner roter Paprika aus dem Garten

Wer kennt das Paradeiskraut? Was gibt es bei euch dazu? 



Montag, 18. September 2017

gebackener Parasol aus dem Wald

 Einsam stand er im Wald, der prächtige Parasol (Info), leider nur ein einziger.

du bist noch zu klein...


Gebacken wie ein Wiener Schnitzel schmecken die Parasol-Pilze am allerbesten. Bei uns reichte es gerade einmal für eine Kostprobe für vier Personen... naja, besser als nix, oder?


Den Stiel entfernen, da er meist hohl ist. Den Schirm nur auf der Oberseite ganz wenig waschen, dabei die Schuppen entfernen und in beliebig große Stücke schneiden.
 
Schüsseln oder tiefe Teller mit Mehl, verklopftem Ei mit einem Schuss Milch sowie Semmelbröseln bereitstellen wie für das Panieren von Wiener Schnitzeln.

Oben salzen und beidseitig bemehlen, die Lamellen dabei sehr vorsichtig angreifen

Dann durch das Ei ziehen und in den Bröseln wälzen, diese vorsichtig andrücken.

  In reichlich Öl, Butterschmalz oder Kokosfett ausbacken,

GENIESSEN!!!

Wir hatten zusätzlich gebackene Sellerieschnitzel, einen Kräuter-Dip, heurige rotschalige Erdäpfeln und einen grünen Salat. Ein wahres Festessen!!

(Die Sellerieknolle habe ich geschält, in Scheiben geschnitten und diese in einem Wasser-Milch-Gemisch knackig gekocht. Dann gesalzen, paniert wie oben und ausgebacken.)






Herbst im Wald, ein bisschen nebelig und mystisch, ist das nicht schön?




Mittwoch, 13. September 2017

herbstlicher Marmorguglhupf mit Kürbiskernöl und Kürbiskernen


Fünfte Jahreszeit oder Altweibersommer ist jetzt, wo die Spinnweben der Baldachinspinne gewebt werden und durch die Luft fliegen und beim Wandern ständig das Gesicht kitzeln. Was der Name Altweibersommer bedeutet, kann frau hier nachlesen. "Weiben" heißt zum Beispiel im Althochdeutschen Spinnweben knüpfen. Ich mag diese Zeit im Herbst sehr gern, wo die Morgennebel ziehen und die Sonne untertags aber noch viel Kraft hat.... idealerweise ;-)


Es ist auch die Zeit der Reife und in der Steiermark reifen jetzt die Kürbisse für das dunkle aromatische Kürbiskernöl und geröstete Kürbiskerne. Beides kommt in meinen Kuchen gemeinsam mit einem naturtrüben Apfelsaft.



Marmorguglhupf mit zweierlei Kürbiskern
frei nach Tantin & Professor Hu (klick)
  • 5 Eiklar
  • 1 Prise Salz
  • 110 (- 120) g Kristallzucker

  • 5 Eidotter
  • 180 g feiner Backzucker
  • 200 g weiche Butter
  • optional ein Schuss Inländer-Rum

  • 280 g Weizenmehl
  • 1 P. Weinstein-Backpulver
  • 100 g Kürbiskerne gehackt 
  • 100 g gute Schokolade 70 % gehackt oder Schokotropfen
für den hellen Teig:
  • ca. 50 ml Apfelsaft bio-naturtrüb
  • 1 Prise Kurkuma
für den dunklen Teig:
  • 30 g echten Kakao (besser weniger)
  • 90 ml Kürbiskernöl 

Eine Guglhupf-Form befetten und bemehlen und das Rohr auf 180°C vorheizen.
Für den Teig zuerst den Schnee mit Salz schlagen, den Zucker einrieseln lassen und dann beiseite stellen.
Eidotter mit Backzucker, Butter und Vanille schaumig schlagen. 
Die trockenen Zutaten von Mehl bis Schokolade vermischen, einmengen und zum Schluss den Eischnee unterheben.
Die relativ feste Masse in zwei Teile teilen und jeweils die verrührten Zutaten für den hellen und für den dunklen Teig einrühren. 
In die Guglhupf-Form kommt zuerst die helle Masse, darauf die dunkle, mit einem Stäbchen vorsichtig hineinstechen und marmorieren, nur leicht, nicht zu viel.
Den Kuchen im Rohr eine gute Stunde backen bei langsam fallender Temperatur von 180 - 160°C, dann unbedingt die Stäbchenprobe machen. 

gehackte Kürbiskerne und Schokotropfen

frisch und schön gestürzt
das Stürzen war eine Zitterpartie... will er oder will er nicht raus... 

Fazit: ein knackiger und schokoladiger Guglhupf mit zarter Kürbiskernöl-Note.
Der dunkle Teig ist eher schwer und gehaltvoll, ich würde nächstes Mal weniger Kakao verwenden und ihn zuerst in die Form geben und darauf den hellen Teig. Ich glaube, das würde optisch dann schöner aussehen, bei mir sackte der dunkle Teig sehr in den hellen hinunter.

leider unscharf, aber man sieht das "Muster" gut

Katrin, die weibliche Hälfte von Tantin & Professor Hu, wo mir das Rezept so gut gefallen hat, schreibt am Schluss ihrer Beiträge immer: sei glücklich!
Das gefällt mir und wünsche ich euch heute auch!