Montag, 15. Januar 2018

"Anti-Erkältungsbrot" aus Reginas Küche


Ein was?  Ein "Anti-Erkältungsbrot"?  Was soll denn das sein... aber lest bitte weiter, denn dieses Brot ist eine sehr interessante Sache und schmeckt einfach gigantisch!


Es stammt von Regina, die auch (selten) bloggt, und ihrer "Wilde-Weiber-Küche". Ich habe hier vor ein paar Jahren ihre Brennesselfladen nachgebacken.

Reginas Kochbuch habe ich vor kurzem gekauft, es enthält eine Fülle von fantasievollen und sinnlichen Rezepten, hauptsächlich mit Wildkräutern und Blüten. Jetzt im Winter kann man vor allem darin schmökern und sich auf die schöne Jahreszeit und Ernte freuen. Aber ein Rezept ist nur für den Winter gemacht... das "Anti-Erkältungsbrot".

Das ist ein einfaches Butterbrot mit Honig bestrichen und mit frischen Heilpflanzen (Knoblauch, Quendel oder ersatzweise Thymian und Kren/Meerrettich) bestreut. Ich weiß, das klingt sehr ungewöhnlich, aber diese gesunde Kombination schmeckt unglaublich harmonisch und ur-gut! Absolute Empfehlung!



"Anti-Erkältungsbrot" nach Regina

pro Person:
- 1 Scheibe gutes Brot (Sauerteigbrot, Walnussbrot, Mischbrot etc.)

bestreichen mit:
- bio-Butter,
- Waldhonig oder einen beliebigen anderen, guten Honig

bestreuen mit:
- frischen Quendel- oder Thymianblättchen, die zuvor im Möser oder mit einem Messer angestoßen und mit Zitronensaft beträufelt wurden,
- 1 gehackte Knoblauchzehe,
- etwas frisch gerissener Kren / Meerrettich

(Knoblauch könnte durch Ingwer ersetzt werden, Kren aus dem Glas ist eher nicht geeignet.)



Wir sind begeistert! Ob das Brot - täglich genossen - tatsächlich hilft, keine Erkältung zu bekommen oder sie leichter zu überstehen, konnten wir noch nicht herausfinden, aber es lohnt sich, einen Langzeitversuch zu starten ;-)




Schneefall am Sonntag, Minusgrade in der Nacht, 
trotzdem einen schönen und gesunden Wochenbeginn! 



Samstag, 13. Januar 2018

zugedeckte Äpfel zum Dessert


"Warm anziehen und Zudecken" ist nun im Winter die Devise... nicht nur bei den Rosen im Schlosspark Schönbrunn... 


Auch die Äpfel für´s Dessert schmecken bedeckt sehr gut. Ich habe es mir von Ariane aus Rom abgeschaut, sie versteckte die Äpfel unter einem Teigmantel in einer großen Backform, ich nahm Portionsschüsserln - in jedem Fall ein bodenloser Genuss!


zugedeckte Äpfel
(für 4 Portionen, frei nach Ariane)

Mürbteig:
250 g Weizenmehl (1/3 durch Erdmandelmehl ersetzt)
150 g Zucker (im Original 170 g)
1 Prise Salz
170 g Butter
1 Ei
(Es wird nur die Hälfte des Teiges benötigt, die 2. Hälfte kann eingefroren oder locker eine Woche im Kühlschrank geparkt werden. Oder man bäckt ein Blech Kekserl.)
weiters:
4 kleine oder 2 große Äpfel
1 Bio-Zitrone, Schale und Saft
etwas (Rohrohr-) Zucker
Zimt oder eine süße Gewürzmischung
1 Eidotter zum Bestreichen
Staubzucker zum Bestreuen

  1. Aus allen Teigzutaten einen geschmeidigen Mürbteig kneten und kühl rasten lassen. 
  2. Pro Person ein backofenfestes Schüsserl oder Tartelette-Förmchen (ohne Hebeboden!) ausbuttern. 
  3. Das Rohr auf 180°C vorheizen. 
  4. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse raus, je nach Größe vierteln oder achteln und in einer Schüssel mit Zitronensaft, Zucker und reichlich Zimt vermischen. Die Apfelspalten und ein bisschen von der Flüssigkeit in die Förmchen geben. 
  5. Den Teig portionsweise nicht zu dünn ausrollen und beliebige Formen ausstechen (entweder mehrere kleine oder eine große). Die Äpfel damit belegen. 
  6. Im Rohr eine halbe Stunde bis 40 Minuten backen, bis die Äpfel im eigenen Saft gegart sind und der Teig schön goldbraun ist. Bezuckern und (lau-) warm oder kalt servieren. 


Wie schon gesagt, bodenlos, aber dafür süß bedeckt! Auch mit schön reifen Birnen gut oder gemischt. Große Empfehlung! Ich habe jetzt immer einen Mürbteig im Kühlschrank und somit ist es ein Blitzrezept.


Im Moment ist das unsere liebste Nachspeise. Was ist euer liebstes Winterdessert? 




Dienstag, 9. Januar 2018

Tell a Story #1 - Meine Stadt Wien


Es gibt seit heute ein interessantes Fotoprojekt bei Emma: Meine Stadt, die Stadt, in der ich lebe, ein oder zwei Fotos und eine kleine Geschichte dazu. Da mache ich gern mit!


Meine Stadt ist Wien, ich bin so wie manche meiner Vorfahren hier geboren, aufgewachsen und lebe sehr gern hier. Ich würde nirgends anders wohnen wollen, auch wenn ich in jedem Urlaub an einem schönen Ort in der Welt an das Lied denke "und irgendwann bleib ich dann dort". Nein, ich bleibe nicht dauerhaft fort und komme jedes Mal gern nach Wien zurück.

Wien ist nicht nur einfach irgendeine Großstadt mit schönen Gebäuden und dem üblichen städtischen Angebot, sondern mit ihrem geschichtlichen Hintergrund und ihrer Bedeutung eine besondere Stadt für mich. Sie muss allerdings nicht erst vorgestellt werden, schon gar nicht mit Bildern (im Blog gibt es immer wieder Wien-Fotos, siehe Label Wien). Daher zeige ich euch etwas anderes:


Diese Straßenmusiker mit den Pferdemasken sind vielen WienerInnen und Besuchern vielleicht bekannt. Sie spielen recht flotte Musik und sitzen regelmäßig seit ein paar Jahren in der Nähe des Museumsquartiers nahe der Innenstadt. Ich habe sie kürzlich erst wieder gesehen und finde, sie verbreiten immer gute Laune und zaubern den Vorbeigehenden ein Lächeln ins Gesicht. Und hin und wieder kann man auch einen Blick auf die Männer (keine Frauen) unter den Masken erhaschen, bevor sie loslegen.


Vor etwa zwei Jahren haben die Straßenmusiker sogar so etwas wie Berühmtheit erlangt, als sie nämlich auf einem Plakat eines Museums auftauchten, das eine Fotoausstellung zeigte. Die Ausstellung habe ich leider versäumt. Aber die Pferdemaskenmusiker waren in der ganzen Stadt zu sehen, so wie hier bei einer Straßenbahnhaltestelle.


Hat wer die Männer schon spielen gesehen? Wie gefällt euch mein Blick auf Wien?
Blicke auf andere Städte gibt es hier bei Emma. Ein schönes Projekt, liebe Emma, und eine gute Idee!




Sonntag, 7. Januar 2018

veganes Festessen und Neujahrswanderung


Meine wichtigsten und jahrealten Neujahrsvorsätze sind auch für das heurige Jahr die ewiggleichen... viel Bewegung, wenn möglich in frischer Luft und öfter gesundes Essen, beides in angenehmer Gesellschaft bzw. Zweisamkeit! Eigentlich sind das eh keine Vorsätze für uns "Fliederbaums", sondern gern gelebte Lebensweise oder "Normalität"... aber was bedeutet schon "normal"... Luisa Francia schreibt heute 7.1. in ihrem online-Tagebuch über dieses Thema und wie immer bringt sie mich zum Nachdenken. 

Die Neujahrswanderung hat uns heuer auf den Falkenstein im südlichen Niederösterreich geführt... eine gemütliche Wanderung auf ca. 1.000 Meter hinauf, sehr relaxed und ein bisschen Schneegestapfe...


Gesundes Essen gab es zwischen den Jahren auch. Bei Marlies habe ich vor einiger Zeit ein interessantes veganes Gemüsegericht gesehen, das uns zwei Tage hintereinander sehr erfreut hat!


Fächerkartoffeln, Karfiolcreme (Blumenkohl), Petersilpesto und Rotkraut (Rotkohl) mit Apfel. 
Eine sehr harmonische Kombination!

Kurz gesagt werden die Fächerkartoffeln eingeschnitten, gesalzen, mit Gewürzöl eingestrichen und im 190°C heißen Rohr 50 Minuten gebacken. Bei Marlies gibt es einen speziellen Tipp, wie die Erdäpfeln mithilfe von zwei Kochlöffeln problemlos geschnitten, werden können, ohne sie zu durchtrennen.

Die Karfiolcreme besteht aus einer Handvoll gemahlenen Cashews und gedünsteten Karfiolröschen (Blumenkohl), mit etwas Kochwasser je nach beliebiger Konsistenz und Gewürzen püriert. Hefeflocken würden auch reingehören, aber die hatte ich nicht, es geht auch ohne. Je feiner die Cashews - desto sauciger wird die Konsistenz der Creme.

Ein grünes Petersilpesto mit Walnüssen oder Cashews (ich) und einer Knoblauchzehe. Auch hier kämen Hefeflocken dazu, die ich ersatzlos strich. 

Knackig gedünstetes Rotkraut (Rotkohl) mit Zwiebel und einem geriebenem Apfel.

Große Empfehlung für dieses Gemüsegericht!


Am 2. Tag genossen wir die Reste dieses tierfreien Festessens und hatten aber ganz un-vegan ein kross gebratenes Karpfen-Filet aus dem Waldviertel dazu. Ebenfalls Empfehlung!



Und wie ist das mit euren Vorsätzen?



Sonntag, 31. Dezember 2017

Tore und Durchgänge und ein gutes Neues Jahr


Ein Tor oder eher ein Durchgang in die neue Woche und ein neues Jahr für Nova´s Dauerevent, der auch im nächsten Jahr fortgeführt wird. Dieser kahle Rosenbogen im Schlosspark Schönbrunn in Wien wird bald wieder austreiben und die Rosen aufblühen. Ich wünsche meinen LeserInnen, dass das neue Jahr viele Rosen und wenige Dornen für euch bringt!



Fotos von Schönbrunn, wie es wahrscheinlich jede/r kennt: 





Wir gehen sehr gern am Weihnachtstag im Schlosspark Schönbrunn spazieren und auf einen letzten Punsch auf den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss:



Winterlicher Blick durch die kahle Hainbuchen-Hecke auf das Schloss (Parkseite).


Einen guten Rutsch!! 



Donnerstag, 28. Dezember 2017

rot-weiß-roter Silvestergenuss: Krenkekse

Kren = Meerrettich
Silvester und Kren... das gehört für mich irgendwie zusammen.
In meiner Kindheit gab es über viele Jahre immer ein traditionelles Krenfleisch zum Jahreswechsel. Meine Mutter stand in der Küche, mein Vater ging oft erst am Abend mit Taschenlampe, Schaufel und Krampen in den Garten. Er schaufelte erst die Krenpflanze aus dem Schnee aus (schneereiche Winter waren normal) und grub die Krenwurzen aus. In der Küche wurde stolz die Beute präsentiert und dann frisch übers Krenfleisch gerissen.

Heute ist uns zu Silvester am Abend ein leichtes magenschonendes Wok-Gericht lieber und in der Nacht ein paar kalte Fingerfood-Häppchen, zum Beispiel mit Räucherlachs (klick) oder mit Kren...


Zum österreichischen Silvesterbuffet (siehe ganz unten) von "Genuss in rot-weiß-rot" steuere ich würzige Kekserl oder Cracker mit Kren bei. Entweder man isst sie mit einem Dip oder einfach nur so...



pikante Krenkeks 
Meerrettich Cracker Plätzchen...
Rezeptquelle (für 2 Bleche)

250 g Dinkelmehl
100 g Ziegenfrischkäse (Original: Frischkäse mit Kren)
ca. 2 EL frisch und fein geriebener Kren 
1 Prise Salz
125 g Butter in Würfeln

1 Eidotter zum Bestreichen
grobes Meersalz zum Bestreuen

Aus allen Teigzutaten einen geschmeidigen Mürbteig kneten - eventuell etwas mehr Frischkäse verwenden, wenn der Teig zu bröselig ist.
Zugedeckt rund 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Das Rohr auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
Den Teig portionsweise auf leicht bemehlter Arbeitsplatte nicht zu dünn ausrollen und beliebige Formen ausstechen (für Silvester passend Schweinchen, Herzerl etc.).
Mit Eidotter bestreichen und mit grobem Meersalz bestreuen.
Im Rohr ca. 12 - 15 Minuten goldgelb backen.


Tipp: Wer nur ein einziges Backblech besitzt so wie ich, sollte das heiße Blech vor dem 2. Durchgang kurz auf den Balkon oder in den Garten stellen und auskühlen lassen. Mürbteigkekse werden schöner, wenn sie auf kaltem Untergrund ins heiße Rohr kommen! 

Schweinchen fürs Glück

Schneeflocken für noch ein bisschen Schnee oder doch lieber gleich Blümchen...

und viel Liebe und Zuneigung im Neuen Jahr!! 


Der Teig passt übrigens auch für Quiche und z.B. Miniquiches auch aufs Silvesterbuffet!
Was gibt es sonst noch Gutes?

Silvester-Genuss in rot-weiß-rot:

Sina, die giftige Blonde mit einem Haselnusseis mit Eierlikör und Schokolade
Susi von Prostmahlzeit serviert eine Gulaschsuppe
Bei Christina von the Apricotlady gibt's einen Partysalat
Verena von Verena kocht Schweinshaxerl bringt uns traditionelle Schweinshaxerl mit.
Michaela von Genussatelier Lang hat Glücksbringer aus Germteig
Friederike von Fliederbaum hat Krenkekse aufs Silvesterbuffet gestellt.
Maria von Mädel vom Land denkt schon an den Sommer und hat ein Sonnenradl gemacht.





Sonntag, 24. Dezember 2017

last minute Weihnachtsdessert Vanillekipferl-Oberscreme


Fehlt noch jemandem eine zündende weihnachtliche Dessert-Idee? Hier kommt noch schnell ein Blitzrezept für eine tolle last minute-Vanillekipferl-Oberscreme... Vanillekipferl müssten allerdings zu Hause sein, aber wenn nicht zu Weihnachten, wann dann... ;-)


Vanillekipferl-Creme
  • 100 g Vanillekipferl
  • 50 g weiße Schokolade, gern auch mit crisp
  • 40 ml Milch
  • 250 ml Schlagobers / Sahne
  • 1 P. Sahnesteif
  • (optional etwas Rum)

Die Vanillekipferl mit den Fingern mehr oder weniger fein zerbröseln (oder im Zerkleinerer mahlen). Die weiße Schokolade über Wasserbad sanft schmelzen und gemeinsam mit der Milch mit den Kipferlbröseln verrühren. Das Schlagobers mit Sahnesteif nach Packungsanweisung steif schlagen und vorsichtig unterheben. Zucker ist nicht notwendig, da die Vanillekipferl und die weiße Schoko meist süß genug sind.
Die Creme in Schüsserln oder Gläser füllen und kaltstellen.

Sehr gut passt dazu ein nicht allzu süßes Beeren- oder Weichselragout. Ich habe ein kleines Glas Weichseln / Sauerkirschen abgeseiht. Dann etwas Zucker karamellisiert, mit Beerenpunsch abgelöscht und mit dem Weichselsaft verkocht. Mit 1-2 Teelöffel Stärkemehl gebunden und mit den Weichseln noch ziehen gelassen.


Frohe Weihnachten! Schöne und erholsame Tage!



Welches Weihnachtsdessert gibt es bei euch?